Gesellschaft von der Familie aus denken

von Gesa Tralau

Gesa Tralau - SPD-Kandidatin für den Bundestag
Gesa Tralau – SPD-Kandidatin für den Bundestag

Am 27. September wählen Sie einen neuen Bundestag, und, nachdem die CDU in Kiel die Koalition gebrochen und die SPD-Minister entlassen hat, auch einen Landtag. Sie haben am 27. September in der Hand, in welche Richtung sich unser Land künftig entwickeln wird. Erstmals bewerbe ich mich darum, Sie in Berlin zu vertreten, und deshalb möchte ich Ihnen einige meiner politischen Ziele und Überzeugungen näher bringen.

Einer meiner politischen Schwerpunkte liegt in der Familienpolitik. Nicht nur als Mutter zweier Kinder weiß ich: Gute Familienpolitik ist eine Querschnittsaufgabe, die eigentlich in allen Bereichen der Politik mitgedacht werden muss. Gute Rahmenbedingungen für Kinder und Familien zu schaffen, das bedeutet weit mehr als Transferleistungen zu erhöhen. Eine vernünftige Familienpolitik steht und fällt beispielsweise mit einer guten Arbeitsmarktpolitik – vor allem für Frauen. Ohne sicheren Arbeitsplatz, soziale Absicherung, also ohne planbare Zukunft für sich selbst, bekommt niemand gerne Kinder und gründet eine Familie. Meine Erfahrung, Hartnäckigkeit und Kreativität würde ich gerne in Berlin für die Kinder und Familien in unserem Land einbringen. Um auf die Notwendigkeit einer guten Familienpolitik aufmerksam zu machen, gibt es das Familienforum in SPD Schleswig-Holstein, dem ich vorsitze. Einmal im Jahr veranstalten wir ein großes Fest im Erlebniswald Trappenkamp, zu dem wir 2009 über 7000 Gäste begrüßen konnten.
Ich bin gelernte Bankkauffrau und leite derzeit die Debitorenbuchhaltung eines großen Logistikunternehmens. Meine berufliche Qualifikation kann ich im Bereich Finanzen einbringen, um gerade in diesen Zeiten dafür Sorge zu tragen, dass die knappen Mittel für mehr Fortschritt und Gerechtigkeit eingesetzt werden. Ein handlungsfähiger Staat wie wir Sozialdemokraten ihn wollen, setzt auch in der Finanzpolitik Prioritäten. Er kümmert sich darum, dass alle Zugang zu wichtigen Gütern wie z.B. Bildung haben, dass niemand zurückgelassen wird, dass Chancen gerecht verteilt werden und Lasten wieder stärker von den starken Schultern getragen werden.
Ein „Herzensthema“ ist mir außerdem die Energiepolitik. Atomkraftwerke sollten in niemandes Nachbarschaft stehen. Gerade bei Krümmel in unserer Nachbarschaft zeigt sich, dass diese Technologie nicht völlig beherrschbar und ein Risiko für uns alle ist. Und wer sich einmal die Zustände im Atommülllager Asse angesehen hat, kann nur zu dem Schluss kommen: Weiterer Atommüll darf nicht produziert werden.
Meine Bitte an Sie: Seien Sie kritisch! Interessieren Sie sich. Am 27. September steht viel auf dem Spiel.

Gesa Tralau, Ihre SPD-Kandidatin für den Bundestag